Zugspitzentour – ein Abenteuer in vier Tagen

Berge muss man für sich verdienen. Einfach mit dieser Seilbahn starten sowie die Ansicht genießen? Das wäre ja immens zu monoton. Ohne Schweiß sowie Mühen macht das Ganze doch alleinig halb so jede Menge Spaß. Und genauso ist doch genauer gesagt der Weg das Ziel oder? Für die Zugspitze gilt das ganz besonders. Und so hatte ich mir Deutschlands höchsten Berg aufgehoben, bis ich mir Spanne nehmen würde ca. ihn mir vollends zu verdienen. Sowie jene Zeit war aktuell gekommen.
Beieinander mit meiner fernerhin wanderverrückten Familie soll es von Garmisch-Partenkirchen zur Reintalangerhütte, von da zur Knorrhütte, auf die Zugspitze und über das sog. Gatterl rückwärts ins Tal im Sinne Ehrwald in Österreich gehen.

Zugspitztour nennt jener Alpenverein selbige Mehrtageswanderroute und gibt sie mit drei Etappen für sportliche Wanderer an. Daselbst wir alle eher zur Kategorie Genusswanderer gebühren sowie gerne alle paar M anhalten circa die Ausblick zu genießen (sowie zu verschnaufen evtl. auch ein ein Schuss), haben wir gleich mal vier eingeplant.

Auf nach Garmisch-Partenkirchen

Gemäß dem Leitspruch: „Das Leben ist ein Spannung“ bin ich also an einem sonnigen Dienstag in die Berge aufgebrochen. Mit im Reisegepäck: alles wichtige für vier Wandertage, Abenteuerlust sowie mein neuer Trekkingrucksack Yukon von Tatonka – erwartungsgemäß in meiner Lieblingsfarbe rostrot – den ich auf der Tour auf Herz und Nieren schmecken würde. Neun Kg brachte er unter meiner Fahrtbeginn auf die Wage – dafür, dass ich wie auch Fotoapparat als auch Notebook hierdurch habe nicht die Bohne so schlecht. Muss ich nennen, dass ich diesen von Ankunft bis Abfahrt nicht ein einziges Mal aufgeklappt habe? Demgegenüber alleine für die Zugfahrt hat sich das Mitnehmen gelohnt. Als bis die ersten Berge an dem Horizont auftauchen, zuwiderhandlung gut 6 Stunden. Und dann bin ich auch schon in Garmisch-Partenkirchen wo das Abenteuer beginnt!

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Erste Abschnitt – von Garmisch durch die Partnachklamm und das Reintal zur Reintalangerhütte

14 Km, 700 Höhenmeter, Periode: fünf-6 Stunden
Unter Einsatz von dem Bus geht es zu Beginn vom Zentrum zum Olympia-Skistadion. So sparen wir uns die ersten zwei Km an der Straße und starten gleich da, wo es schön ist. Denn unsere „Wettersteinrunde“ beginnt gleich mit einem Mittelpunkt: nämlich jener imposanten Partnachklamm, einer imposanten Schlucht mit tosendem Wasser und spektakulären Felsen. Trotz an diesem Sommertag viele Menschen unterwegs sind, verläuft für sich in jener Klamm alles recht gut. Man kann obgleich tolle Fotos machen und wunderbar die Zeit vergessen. Als uns die Klamm an diesem anderen Ende wieder leicht klatschnass ausspuckt, ist locker eine gute Stunde vergangen. Hätte ich mal das Regencover meines Yukons rechtzeitig rausgeholt! Demgegenüber bei strahlendem Sonnenschein, sind die dicken Tropfen schnell wieder getrocknet.

An diesem Ende der Klamm halten wir uns südlich sowie folgen dieser Beschilderung „Reintalangerhütte/Knorrhütte“ und wandern vorerst auf einem breiten Forstweg vorwärts der Partnach, dieser später in einen schmalen Waldweg übergeht. Es geht durchgehend leicht bergauf und dieser Weg zieht für sich ganz schön, bis schließlich die Bockhütte sowie auf diese Weise unsere Mittagsrast in Sicht kommt. Eine ausgiebige Brotzeit und ein Radler danach folgen wir dem Weg weiter taleinwärts bis wir ca. 17 Uhr unser Etappenziel, die Reintalangerhütte erreichen. An dieser Stelle haben wir bei dieser Buchung noch das letzte Viererzimmer ergattert sowie so freuen wir uns über ein wenig Privatleben. Die etwas in die Jahre gekommene Hütte, die nur per Hubschrauber oder Motorrad versorgt werden kann, macht ihren fehlenden Gemütlichkeit mit besonderem Charme wieder wett. Abend gibt die Crew ein Livekonzert im Gastraum und der morgendliche Weckruf gehört auch zum Gesamterlebnis. Wiewohl ich den zugegebener Maßen durch die Ohropax bedauerlicherweise verpasst habe.

Zweite Teilstrecke – von dieser Reintalangerhütte zur Knorrhütte

3 Kilometer, 700 Höhenmeter, Dauer: 2-3 Stunden
Alldieweil die meisten anderen 1.600 Höhenmeter zur Zugspitze vor sich haben, geht es bei uns gemütlicher zu. Denn wir haben überlegt die zweite Etappe in zwei Teile geteilt. So müssen wir an diesem Tag nur drei Km zurücklegen sowie können uns auch den Abstecher zum Partnachursprung, einem imposanten Wasserfall gleich hinter dieser Reintalangerhütte „leisten“.

Wenngleich: „Nur“ ist hier handkehrum umfassend unvollkommen. Ich weiß nicht, ob wir einfach nur einen schlechten Tag haben, oder ob es der Weg tatsächlich so in sich hat. Hinwieder auf dem steilen, gerölligen Weg zum Zugspitzplatt kommen wir in jener brütenden Hitze nur sehr langsam voran. Dass wir täglich wieder an ein paar schattigen Felsen für eine kurze Verschnaufpause anhalten, hat einen positiven Nebeneffekt: wir können die Aussicht auf das Reintal und die täglich kleiner werdende Reintalangerhütte richtig genießen.

Der zweite Tag ist bei solchen Touren ja irgendwie pausenlos dieser Schlimmste. Dieser Rücken leidet unter jener ungewohnten Gewichtsbelastung, auch sowie mein neuer Rucksack bisher seine Sache sehr gut macht. Jener breite Beckengurt sowie die ergonomischen Träger geben Halt sowie entlasten meine viel zu schwachen Schultern. Trotzdem bin ich froh meinem Rücken bei jeder kurzen Rast eine Pause zu gönnen.
Sowie dann geht es schließlich doch schneller als gedacht: zur Mittagszeit erreichen wir die Knorrhütte, unser heutiges Etappenziel und Unterkunft für die nächsten zwei Tage. Bei strahlendem Sonnenschein sowie milden Temperaturen gibt es definitiv schlimmeres, als den Nachmittag an jener Hütte zu verbringen.

Dritte Etappe – auf die Zugspitze sowie zurück zur Knorrhütte

7 Km, 850 Höhenmeter, fünf-sechs Stunden
Nach einer recht unruhigen Nacht im Matratzenlager jener Hütte ist auch für uns nach allem der große Tag gekommen: es geht auf die Zugspitze. Sowie da wir an dem Abend wieder zurück in jener Hütte sein werden auch nur mit leichtem Gepäck. Wir packen alle benötigten Sachen in meinen Rucksack, der für sich dank des extra Reißverschluss nicht nur von oben, an Stelle auch von vorne ganz leicht befüllen lässt. Wer also wie ich die Angewohnheit hat, wichtige Sachen irgendwie jederzeit ganz unten im Rucksack zu verstauen, für den ist der Yukon genau das richtige!

Direkt hinter jener Hütte geht es erst einmal steil sowie schwierig weiter, bis jener Steig in sanftem Auf sowie Ab über die geröllige Mondlandschaft des Zugspitzplatts zum Flachen Karboden führt. Hier gibt es dann zwei Möglichkeiten: Klettererprobte Wanderer steigen über die sogenannten „Sandreiße“ und den anschließenden mit Drahtseilen gesicherten Steig zum Gipfel. Wem das zu heikel oder heavy ist, mag bequem von dieser nahegelegenen Station Sonnalpin mit dieser Gondel auf die Zugspitze schweben.
Fest steht: hier gilt kein falscher Ehrgeiz. Auch wer bis hierhin gelaufen ist, hat für sich den Gipfel absolut verdient. Grade die Sandreiße ist echt kein Spaß sowie nicht zu unterschätzen. Aber für Geübte auch absolut schaffbar. Nach einigem Fluchen erreichen wir endlich den Klettersteig sowie damit schönsten Teil dieser heutigen Wanderung. Wer die Bank auf dem Gipfelgrat erreicht hat, sollte für sich hier die Zeit für eine Pause nehmen. So schön und so ruhig bleibt es weiter oben nicht mehr.

An Stelle dessen fühlt es sich oben angelangt fast wie ein Zivilisationsschock an. Handyempfang, Currywurst Pommes sowie soooo viele Personen ist man nach zwei Tagen Bergleben gelegentlich mehr gewohnt. Wie ich schon eingangs sprach: zusammen mit jener Zugspitztour ist dieser Weg das Ziel und die Zugspitze selber im Vergleich zur atemberaubend schönen Wanderung an und für sich eher eine Desillusion. Dessen ungeachtet ist es ein tolles Gefühl nach drei Tagen nach allem oben auf dem Gipfel zu stehen!
Noch eine Portion Pommes sowie dann dagegen nichts wie weg – sowie zwar knie- sowie nervenschonend mit der Gondel bis Sonnalpin. Von da sind es nochmal knapp zwei Stunden zurück zur Knorrhütte, wo wir noch eine der letzten Warmduschmarken ergattern sowie den Tag wieder bei feinstem Sonnenschein ausklingen lassen.

Vierte Stufe – über das Gatterl zu Ehrwald

12 Km, 200 Höhenmeter, fünf-6 Stunden
Das ein Abstieg mal dieser wegemäßige Höhepunkt einer Tour werden könnte, hätte ich auch zu keiner Zeit gedacht. Dennoch die vierte Teilstrecke unserer Tour, die Marsch über das Gatterl nieder zur Ehrwalder Alm, ist dergestalt schön, dass sie den Rest der Tour fast in den Schatten stellt. Und dieser war auch allerdings schön. Fast auf einer Fläche geht es in einem großen Bogen hinüber zum sog. Gatterl, dem Grenzübergang zu Österreich. An einigen Stellen ist Trittsicherheit gefragt, was den Weg dagegen nur noch interessanter macht. Sowie die Ausblicke sind himmlisch.

Auch an das Gewicht auf dem Rücken habe ich mich nunmehr gut gewöhnt. Dieser Yukon sitzt wie angewachsen auf meinem Rücken und ich soll ihn nicht mehr pausenlos absetzen. Ich finde es immerwährend wiederholt faszinierend, wie schnell sich dieser Körper an Belastungen anpasst. Gerade könnte für mich das Abenteuer erst richtig losgehen. An dem liebsten wäre ich hier noch weiter zur Cobuger Hütte gewandert, handkehrum für den Rest dieser Familie war die Luft raus sowie die Bedürfnis nach einem echten Hotelzimmer direkt zu groß. Ich merke mir die Hütte auf jeden Fall schon einmal für meine nächste Hüttentour vor.
Je tiefer man kommt, desto grüner wird die Landschaft. Nur empfehlen kann ich eine Mittagsrast an der Hochfeldernalm, einer bewirtschafteten Hütte, die ganz neu renoviert ist und großartiges Essen in herrlicher Stimmung anbietet. Von dort aus ist es weiterhin nicht mehr weit bis zur Ehrwalder Alm, wo eine Seilbahn herunter nach Ehrwald führt. Dazu mag ich euch nur empfehlen, die Bahn zu nehmen, da jener weitere Weg ins Tal weder extraordinär extravagant noch knieschonend ist. Und in sengender Hitze wirklich keine Freude. Unbedingt ins Tal zu Wandern ist hier meiner Meinung nach falscher Ehrgeiz, den ich stellenweise bitter bereut habe. Andererseits das alles ist wie erwartet schnell vergessen, sobald in Ehrwald erst einmal eine erfrischende Dusche und ein schönes Hotelzimmer wartet.

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